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Die besten Absacker Deutschlands

Die besten Absacker Deutschlands

Was ist ein Absacker?

Wikipedia sagt: Ein Absacker ist ein Verdauungsschnaps, oder auch Digestif … ein alkoholisches Getränk, das … nach einer Mahlzeit getrunken wird.” Aha, ein Verdauungsschnäpschen also. Aber was macht einen guten Verdauungsschnäps bzw. Absacker aus? Die Auswahl in Deutschland ist riesig und würde unseren Beitrag sprengen. Wir haben uns daher entschieden unsere Heimat, das Rheinland mal unter die  Lupe zu nehmen.

Die Auswahl ist von Region zu Region unterschiedlich. Im Allgemeinen ist ein Absacker oder Verdauungsschnaps jedenfalls ein eher bitterer, meist aus Kräutern gebrannter Schnaps mit min. 30% Alkohol. So, und was für Absacker gibt es nun  in der Region Rheinland?

Absacker aus Köln und Düsseldorf

Zunächst gibt es da die beiden Platzhirsche. In Köln heißt der Kabänes, das Pendant aus Düsseldorf heißt Killepitsch. Beides klassische Kräuterbitter oder Halbbitter, also dunkelbraun und süß-herb-bitter im Geschmack. Nach einem Brauhausbesuch mit deftigem Essen ein Muss. Geht immer, kennt man ja. Wir haben uns aber mal abseits der Klassiker umgeschaut und einige tolle Absacker gefunden. Hier mal unsere Auswahl:

1. Köbes aus dem Hause Van Laack – ein echter Bitter, also nicht so stark gezuckert wie viele andere. Beim Köbes gefällt uns die ausgewogene Kräuternote sehr gut. Wir schmecken winterliche Gewürze, Kräuter und Wurzeln. Alles sehr rund und schön abgestimmt. Warum er aber dadurch bei uns auf dem ersten Platz landet? Weil wir uns neben dem Geschmack in das Design verliebt haben. Das geniale 60er Jahre Design ist einfach zu knuffig. Und laut der Chefin Gisela van Laack auch seit 1965 unverändert. Produziert wird der Köbes in einer kleinen Destille in NRW, ein alter Obsthof. Und die Familie Van Laack war schon immer dafür bekannt, bei der Qualität und bei den Zutaten keine halben Sachen zu machen. Also Top Produkt, top Design, unsere Number one!

2. Absacker aus dem Hause Birkenhof – Da ist der Name Programm. Der Absacker ist entstanden als Idee von 2 Jungs, die sich mit den typischen Kräuterbitter als “Absacker” nicht zufrieden geben wollten. Und daraufhin eine eher untypische Variante eines Absackers entwickelt haben. Als Basis dieses Kräuterlikörs dient nämlich ein Jamaikanischer Rum. Er ist daurch relativ süß und hat eine tollen Twist. Gebrannt wird der Absacker bei der Traditionsdestille Birkenhof im Westerwald. Handwerklich und technisch sind die Westerwälder natürlich absolut klasse – 170 Jahre Tradition, immer noch im Familienbesitz. Für uns der Platz 2 weil man hier den klassischen Kräuterbitter geschmacklich toll weitergedacht hat. Der Birkenhof Absacken – ein super Zeug!

3. Akrobat aus dem Hause Sünner – Auch ein Halbbitter, dadurch etwas gefälliger und nicht ganz so bitter. Ein tolle Komposition aus 30 “Botanicals” – Wurzeln, Kräuter und Früchte. Einfach eine gelungene Mischung als Bitterkeit, Süße und einer angenehmen, fast schon sämigen Konsistenz. Auch das Design finden wir sehr gelungen. Flaschenform, Etikett und Anmutung – alles sehr klassisch und oldschool, aber ohne kitschig oder altmodisch zu wirken. Dass Sünner die älteste Brennerei von Köln ist und für alle Produkte Wasser aus einem 100m tiefen eigenen Brunnen zapft sei da nur nebenbei erwähnt. Unsere Nummer 3 – ein Akrobat von Sünner, der geht immer!

4. Schwarzes Gold – Eigentlich gar kein Verdauungschaps und fällt theretisch aus der Kategorie raus. Für uns ist das Schwarze Gold aber trotzdem der Digestif der Stunde, weil er perfekt nach dem Essen reinpasst. Er enthält zwar keine Kräuter, dafür aber superedlen Kaffee aus der angesagten Rösterei Van Dyck aus Köln-Ehrenfeld. Ein Schnaps nach dem Essen oder lieber ein Espresso? Hier geht beides, deshalb für uns der perfekte “Absacker”. Das Schwarze Gold wird handwerklich gebrannt und mit einem sogenannten Coldbrew Auszug von echtem Arabica-Kaffeebohnen verfeinert. Die superleckere süß-herbe Kaffeenote in Verbindung mit dem leichten Karamell-Aroma ist wirklich klasse. Unser Platz 4, aber eigentlich außer Konkurrenz.

5. Kabänes von Flimm – Ja, klar, kein Geheimtipp. Aber für uns trotzdem einer der wirklich guten Kräuterschnäpse. Handwerklich gut gemacht, ohne Schnörkel und Schi-Schi. Geschmacklich bekommt man genau das was man erwartert. nicht mehr aber auch nicht weniger. “Da mähste nix verkäht”, wie der Kölner sagt. Wir schmecken weihnachtliches Gewürz wie Anis, Nelken und Süßholz. Eine toller süß-herber Halbbitter. Und das für einen sehr sehr fairen Preis, die Flasche liegt im Handel unter 10 EUR. Unser Platz 5 geht also nach Brühl bei Köln, wo der Hersteller Flimm seit 1921 ansässig ist.

6. Deck un Dönn von Früh – Obwohl wir den gar nicht im Sortiment haben, hat es uns dieser leckere Kräuterschnaps tatsächlich angetan. Wir haben füher schonmal darüber berichtet. Wer den Artikel dazu lesen möcht, findet diesen hier: https://www.rheinspirits.com/koelner-schnaps-brauhaus-frueh.

Was macht einen guten Absacker aus?

Die Frage lässt sich leider nicht eindeutig beantworten. Jeder Jeck ist ja schließlich anders und genauso unterschiedlich sind die Geschmäcker. Für uns muss ein Absacker aka Verdauungsschnaps aka Kräuterlikör in erster Linie schmecken. Dazu sollte man möglichst keinen Schädel davon bekommen. Stark gezuckerte Spirituosen können zwar schonmal einen bleiernen Schädel verursachen. Eine wirkliche Gefährdung aufgrund der Zutaten ist aber in Deutschland sehr unwahrscheninlich. Ungewünschte Betandteile wie Fuselöle oder schädliche Ethanole findet man in deutschen Schnäpsen extrem selten. Bei namhaften Herstellern wie wir sie führen erst recht nicht.

Trotzdem machen natürlich Faktoren wie der Anteil der Handarbeit in der Produktion, die verwendeten Rohstoffe und auch die Anmutung der Flasche und das Design etwas aus. Bei der Wahl seines Lieblings sollte man immer versuchen die richtigen Fragen zu stellen. Lange Tradition steht immer für ein gutes Produkt, sonst hätte es die Firma nicht so lange gegeben. Bei jungen Herstellern solte man sich den Background der Menschen anschauen die dahinter stehen. Sind das Menschen die wissen was Sie tun, die eine Leidenschaft für das haben was Sie machen oder einfach Leute, die nur einen schnellen Euro verdienen wollen. Wir jedenfalls gehen immer hin und lernen die Macher persönlich kennen bevor wir ein neues Produkt isn Sortiment nehmen. Wir schauen – sofern möglich – auch mal in die Produktion und sprechen mit der Destiller. Ansonsten heißt es einfach, probieren, probieren, probieren. Tja, Schnaps Verkaufen ist schon ein hartes Brot 🙂

Wer aufgrund unseres Berichts auf den Geschmack gekommen ist, findet eine schöne Auswahl Absacker aka Verdauungsschnaps aka Kräuterschnäpse hier: https://www.rheinspirits.com/produkt-schlagwort/kraeuterlikoer/.

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